Was ich so mache:

Chewing Gum Makes A Demon Really Happy

Entstehungsjahr 2016.
Buch und Regie: Ronaldas Obukas und Simone Hundrieser (geb. Halder)
Technische Realisation: Simone Hundrieser (geb. Halder)
Nominierung Berliner Hörspielfestival 2017/Gewinner ARD Pinball 2019.

In dem Hörstück „ Chewing Gum Makes A Demon Really Happy“ geht es um Realität, Inszenierung und dem „Dazwischen“.


Was ist Realität? Das, was wir glauben wollen? Das, was empirisch bewiesen werden kann? Wann beginnt Inszenierung? Und wo hört sie auf?


Diese Fragen haben wir uns gestellt und sind auf Chris La Sala gestoßen, einem Internetguru, der via Skype Dämonen austreiben kann.

So wurde John Ventana geboren, ein russischstämmiger selbsternannter Spezialist in Erlösungsfragen.


Zudem haben wir uns in Selfdeliverancechannels herumgetrieben und eigene DIY Teufelsautreibungstutorials erstellt.


Formell spielt das Stück mit nachgestellten Szenen- wie bei vielen Dokumentationen im Formatfernsehen- und angeblich wahren Begebenheiten.

Was der Hörer am Ende glauben möchte, bleibt aber allein ihm selbst überlassen.

Die Grausamkeit des vermeintlichen Wohlwollens

Entstehungsjahr 2020.
Buch und Regie: Simone Hundrieser (geb. Halder)
Technische Realisation: Simone Hundrieser (geb. Halder)
Nominierung ARD Pinball 2020.

„Die Grausamkeit des vermeintlichen Wohlwollens“ behandelt das Siechtum meiner Mutter bis zu ihrem Tod im Juni 2020.
Das Manuskript war schon fertig als sie schlussendlich am 17.6.2020 verstarb.

Im Mai 2017 erlitt sie ihren ersten schweren Schlaganfall, der mit starken Halluzinationen einherging.
Tagelang war sie davon überzeugt, dass sie sich abwechselnd in einem Walfischbauch, einem Uboot und im „BMW Vorführraum“
befindet und James Bond sie dabei begleitet.

Aus dieser Thematik entstand die Grundidee des Stücks, das im Stile einer Collage Eindrücke aus dem Krankheitsalltag
vermitteln soll. Neben den gesundheitlichen Problemen, die schon stark belasten, kämpft ein Mensch in einer solchen Situation auch besonders mit den gesellschaftlichen Konsequenzen seiner erworbenen Unzulänglichkeit.

Aufgrund der starken Emotionen, die dieses sehr persönliche Thema hervorruft, versucht sich „Die Grausamkeit des vermeintlichen Wohlwollens“ am bitteren Humor, um eine plakative Eindimensionalität zu vermeiden. Ob das Experiment geglückt ist, kann nur der Hörer beurteilen....
 

671 Seconds Stillliving

Entstehungsjahr 2019/2020
Eine Multimediainstallation, die im Rahmen meiner Bachelorarbeit 2019/2020 entstand.

  „- Und wer ein Schöpfer sein will im Guten und Bösen, der muß ein Vernichter erst sein und Werte zerbrechen.
 Also gehört das höchste Böse zur höchsten Güte: diese aber ist die schöpferische.“
Friedrich Nietzsche 

...weiter im Text...

Das Archiv ist tot.

Entstehungsjahr 2016.
Buch und Regie: Konrad Behr, Patrick Beyer, Florian Füger, Simone Halder und Grit Lieder
Technische Realisation: Florian Füger, Patrick Beyer.
Nominierung Leipziger Hörspielsommer 2017.

Das Hörstück Das Archiv ist tot spielt mit dem Gedanken der Vergänglichkeit in einer Institution, die sich als Symbol für die Ewigkeit versteht. Ein Archivar erlebt den kompletten Kontrollverlust über sein Archiv.


Das Archivwesen tritt in den Hungerstreik, verweigert sich der Fütterung und sein heißgeliebtes Archiv beginnt ein Eigenleben zu entwickeln. Ohne sein Zutun vergeben sich Akten selbstständig Kategorien und Nummern, Bücher sortieren sich eigenhändig um. Der Archivar fühlt seine Autorität schwinden und Entschließt sich zu einem entscheidenden Schritt: Er wird selbst zum Saboteur seiner eigenen Sache und beerdigt sein Archiv.

Gott steckt Dir das Messer rein und lässt die Klinge stecken- Fragmente.

Entstehungsjahr 2011/ 2012.
Buch und Regie: Simone Hundrieser (geb. Halder)
Technische Realisation: Simone Hundrieser (geb. Halder)
Nominierung Hoer.Spiel St. Pölten 2013.

Pornographie benötigt ein Bild? Diese Frage habe ich mir gestellt und  einen Hörspielporno geschrieben.
Es soll eine Hommage auf alle B- Movies dieser Welt, den heiligen Kitsch und Trash dieser Erde sein. Ich hoffe, ich hätte Russ Meyer eine Freude gemacht damit.
Mehr ist dem nicht hinzuzufügen. Verehrtes Publikum, hören Sie selbst.